Das Pekeressen

PekeressenWenn die frischen Kartoffeln geerntet sind, beginnt wieder die Zeit des Pe­keressens. Dieses Gericht hat sich in­zwischen in fast allen Ortschaften des Uslarer Raumes seinen angestammten Platz gesichert.

Das Pekeressen ist derweil eine üppige Mahlzeit geworden. Die Grund­lage bilden natürlich die Kartoffeln. Sie sollten von knapp mittlerer Größe sein und wer­den besonders ausgelesen – für jeden Erwachsenen rechnet man 10 Stück. Recht­zei­tig vor dem Essen ist das gründliche Waschen wichtig, denn die Kartoffeln müs­sen noch genügend Zeit zum Trocknen ha­ben. Die größte Bedeutung kommt dem Garen zu, was im Backofen geschieht. Die sauberen, trockenen Kartoffeln werden un­ge­schält in den Vorgeheizten Ofen ge­schoben und so lange gebacken, bis sie leicht schrumpelig sind.

So werden sie mit der Pelle verzehrt. Dazu gehört frisches Mett – in der Regel 250 g pro Person, – Butter, Zwiebeln, Salz und Pfeffer. Kenner zerteilen die heiße Kartoffel, nehmen ein Stück davon in die Hand, legen Mett darauf, fügen Butter hinzu und ver­zehren diesen Bissen. Nach alter Sitte ist bei dieser Mahlzeit als Besteck nur ein Mes­ser zugelassen. Selbstverständlich gehört zu diesem deftigen Gericht auch ein klarer Schnaps.

Pekeressen ist in den Familien sehr beliebt, eignet sich aber besonders für eine größere Runde. Bei den Vereinsversammlun­gen im späten Herbst und Winter ist es seit Genera­tionen ein unverzichtbarer Teil der Tagesordnung.

Quelle: www.bollensen.de